
Letztens wurde ich mit einer Schwäche von mir konfrontiert. Als ich mir so Gedanken darüber machte, entstand das Gefühl in mir, ich sei vielleicht gar nicht die richtige Person für den Job, den ich mache. Kurze Zeit darauf stand ich im Worship und der Heilige Geist flüsterte zu meinem Herzen:
„Als ich dich berufen habe, dachte ich nicht daran, dass du das nicht so gut kannst“
…natürlich war das ironisch gemeint und ich musste grinsen. In mir entstand eine Sicherheit, dass wenn er mich zu etwas berufen hat, ich auch die nötigen Stärken und Talente dazu habe. Was wiederum bedeutet, dass meine Schwächen vermutlich nicht so ins Gewicht fallen.
Mein Bewusstsein
In letzter Zeit dachte ich viel über Bereiche in meinem Leben nach, wo ich mich verändern möchte. Diesbezüglich fiel mir in den letzten Tagen auf, dass obwohl es nichts Schlechtes ist, es mir trotzdem schaden kann. Wenn ich nämlich zu sehr auf meine Schwächen fokussiert bin, verliere ich meine Freude und Kraft, weil ich nicht mehr in dem laufe, was ich gut kann und wofür ich geschaffen wurde. Klar ist es gut zu wissen, worin wir nicht so gut sind. Mein Bewusstsein sollte aber auf meinen Stärken und Talenten liegen. Dies gibt mir Kraft, Freude und lässt mich gebrauchen, was ich an Talenten habe. Es gibt so ein Spruch, an den ich oft denke:
„Wenn wir all unsere Schwächen beseitigt haben, sind wir maximal Durchschnitt. Wenn wir unsere Stärken stärken, werden wir hervorragend.”
Zu oft habe ich mich darüber geärgert, wer ich nicht bin und was ich nicht kann, anstatt mich darüber zu freuen, wer ich bin und was ich kann. Das hat mir viel Kraft und Freude geraubt.
Sich selbst kennen
Mehr und mehr merke ich, wie wichtig es ist, dass ich mich selbst kenne – dass ich weiß wo meine Stärken aber auch meine Schwächen liegen und wozu ich geschaffen wurde. Für mich habe ich gemerkt, dass ich mir meinen Stärken mindestens so bewusst sein muss, wie meinen Schwächen – sonst lebe ich in konstanter Entmutigung.
Wenn ich mich selbst nicht kenne, nerve ich mich, weil ich Dinge tue, die ich nicht gut kann und Dinge die ich vielleicht gut könnte, tue ich nicht. Im Bewusstsein, dass ich an gewissen meiner Schwächen arbeiten muss, investiere ich doch fast all meine Kraft in meine Stärken. Wann immer möglich versuche ich Dinge die ich nicht gut kann Leuten abzugeben, die es eben gut können.
Lebe in deinen Stärken
Es ist so einfach auf seine Schwächen zu sehen. Mit was wir im Alltag am meisten konfrontiert werden sind unsere Schwächen. Quasi niemand sagt dir, was du gut kannst, sondern oft nur, was wir nicht gut können und wo wir uns verbessern müssen. Zu erkennen was wir gut können, wofür wir berufen und geschaffen wurden, ist also wesentlich herausfordernder als zu erkennen, was wir nicht gut können. Das auch, weil sich unsere Stärken für uns so natürlich und normal anfühlen, dass wir gar nicht erkennen, dass es Stärken sind.
Wenn wir im Aufnahmegespräch der SLA die Studierenden fragen, was ihre Stärken seien, erleben wir oft eine lange Stille. Wenn wir sie fragen würden (was wir nicht tun), was ihr Schwächen sind, könnten sie uns vermutlich auf der Stelle einige aufzählen.
Wir sind perfekt auf unsere Berufung zugeschnitten und sollten in dem Wandeln, was wir gut können und wo unsere Talente sind. Zu wissen was wir nicht gut können hilft uns, sollte aber nie zu unserem Fokus werden.
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